Vom Lernen ins Verkörpern
Du hast gelernt, draußen zu leben.
Jetzt lernst du, das Wissen zu verkörpern.
Für dich. Für andere. Für eine Welt, die
Verbindung braucht.
Wildnispädagogik II — Vertiefungsausbildung der Wildnisschule Schorfheide
Weiterbildung Wildnispädagogik II
Willkommen auf dem nächsten Abschnitt Deiner Wildnisreise
Nach einem Jahr draußen hast Du gelernt, Dich in der Natur zu bewegen, Feuer zu entfachen, Spuren zu lesen und Dich wieder als Teil der natürlichen Welt zu erleben.
Vielleicht hast Du dabei auch etwas in Dir wiederentdeckt: Ruhe. Klarheit. Vertrauen. Verbindung.
Die Wildnispädagogik II führt diesen Weg weiter.
In den kommenden zwei Jahren vertiefst Du nicht nur praktische Fähigkeiten wie Gerben, Bogenbau oder Outdoor-Erste-Hilfe. Du lernst auch, Wissen zu verkörpern — und es verantwortungsvoll weiterzugeben.
Diese Weiterbildung lädt Dich ein, tiefer zu schauen:
Was ist Dir wirklich wesentlich?
Welche Qualitäten wollen durch Dich in die Welt kommen?
Und wie kannst Du Menschen, Gemeinschaft und Natur auf Deinem eigenen Weg dienen?
Der Weg nach Westen beschreibt in vielen Naturtraditionen den Weg nach innen — einen Weg in Präsenz, Verantwortung und Verbindung.
Denn die Welt braucht Menschen, die erinnern können, wie wir wieder in Beziehung kommen: zur Natur, zueinander und zu uns selbst.
Wir freuen uns darauf, Dich auf diesem Weg zu begleiten.
Deine zweijährige Weiterbildung in 11 Modulen
- Erleben, erfahren und vertiefen:
Acht verlängerte Wochenendmodule von Donnerstag bis Sonntag - Natürliche Prinzipien praktisch verstehen:
Drei intensive Wildniswochen - Erkenntnisse im eigenen Leben verankern:
Praxis, Reflexion und bewusste Integration im Alltag
- Raum für Austausch und Gemeinschaft:
Online-Treffen zwischen den Modulen - Persönliche Begleitung auf Deinem Weg:
Jährliches 1:1 Feedback und individuelle Prozessbegleitung - Lernen zwischen den Modulen:
Praxisaufgaben und Erfahrungen für Deinen Alltag draußen
- Integration in Dein tägliches Leben:
Übungen für Wahrnehmung, Achtsamkeit und Naturverbindung - Gemeinsam den Weg gehen:
Lernen in einer festen Gruppe mit maximal 16 Teilnehmern - Lernen durch Weitergabe:
Begleitete Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen
Die Kernpunkte der Wildnispädagogik II
Die Sprache der Wahrhaftigkeit
Naturmentoring und Coyote-Teaching in Praxis
Erdphilosophie und dynamische Meditation
Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen
Gerben & ursprüngliches Lederhandwerk
Bogenbau & Naturhandwerk
Intuition & Fährtenlesen
Heilige Jagd & natürliche Kreisläufe
Bird Language & Naturbeobachtung
Outdoor Erste Hilfe
Nature Journaling
Vision Quest
Friedensstifter-Prinzipien
Gefühls- und Körperarbeit
Resilienz & innere Stabilität
Rituale & Zeremonien
Full-Survival-Camp
Phänologischer Kreislauf
Trailing und Tierverhalten
Inner Vision & Wahrnehmung
Deine Wildnisreise im Detail
Das Infotreffen (Präsenz und Online)
Bevor die Reise beginnt, laden wir Dich ein, uns kennenzulernen.
Das Infotreffen bietet Raum für alle Fragen rund um die Wildnispädagogik II:
zu den Ausbildungsorten, zum Ablauf der Weiterbildung, zu den Modulen, zur Gruppengröße oder zu den Rahmenbedingungen der gemeinsamen Zeit.
Vor allem aber ist es eine Gelegenheit, ein Gefühl für die Ausbildung und die Menschen dahinter zu bekommen.
Wir begleiten und leiten das Treffen und geben Dir Einblicke in Aufbau, Inhalte und Ausrichtung der Weiterbildung. Dabei entsteht Raum für Austausch, persönliche Fragen und ein erstes Kennenlernen.
Auch für uns ist dieses Treffen wertvoll. Wir möchten erfahren, was Dich auf diesen Weg ruft und warum Du Dich für diese Ausbildung interessierst.
Nach dem Infotreffen und Deiner Anmeldung beginnt die gemeinsame Vorbereitung auf die kommende Reise.
Wir freuen uns darauf, Dich kennenzulernen.
Beim Infotreffen geht es unter anderem um:
- Aufbau und Ablauf der Weiterbildung
- Inhalte und Schwerpunkte der einzelnen Module
- Veranstaltungsorte und Jahresstruktur
- Gemeinschaft, Gruppengröße und Begleitung
- Organisatorische Fragen zu Verpflegung und Unterkunft
- Raum für persönliche Fragen und Austausch
- Kennenlernen der Mentoren und des Teams
Modul 1: Das Handwerkszeug für diese Reise
Dieses erste Modul bringt Dich zurück in die grundlegende Praxis der Wildnispädagogik.
Du vertiefst die Fähigkeiten, die Dich draußen sicher, präsent und handlungsfähig machen – nicht als Technik um ihrer selbst willen, sondern als gelebte Verbindung zur Natur.
Dabei geht es um ein Zurückfinden in einfache, elementare Erfahrungen. Um das Arbeiten mit den Händen, mit Materialien und mit Deiner Aufmerksamkeit.
Im Mittelpunkt steht die direkte Begegnung mit den Elementen. Du lernst, Dich wieder auf grundlegende Prozesse einzulassen, die draußen seit jeher eine zentrale Rolle spielen.
Das Heilige Feuer wird dabei zu einem Ort der Sammlung und Ausrichtung. Die Steinbearbeitung schärft Deine Wahrnehmung für Material, Zeit und Widerstand. Im erweiterten Bowdrill vertiefst Du Deine Fähigkeit, Feuer aus eigener Kraft zu entfachen und dabei Ruhe, Ausdauer und Präsenz zu entwickeln.
Es geht dabei nicht nur um Können, sondern um Haltung:
Wie gehst Du mit den Elementen um?
Und wie begegnest Du Dir selbst in dieser Praxis?
Dieses Fundament ist kein Anfang im klassischen Sinn.
Es ist eine Vertiefung der Grundlagen, auf denen Deine weitere Reise aufbaut.
Schwerpunkte der Praxis:
- Heiliges Feuer als Zentrum von Ausrichtung und Gemeinschaft
- Steinbearbeitung als direkte Material- und Wahrnehmungserfahrung
- Erweiterte Bowdrill-Techniken zur Feuererzeugung
- Arbeit mit Aufmerksamkeit, Ruhe und Ausdauer
- Grundlagen von Präsenz und Handlungsfähigkeit im Gelände
Modul 2: Outdoor-Erste-Hilfe

Dieses Modul richtet den Blick auf eine der zentralen Grundlagen für jede Zeit in der Natur: die Fähigkeit, in herausfordernden Situationen klar zu bleiben und handlungsfähig zu bleiben.
Du lernst, Situationen einzuschätzen, Risiken zu erkennen und auch unter Stress einen klaren Kopf zu bewahren.
Im Fokus steht der verantwortungsvolle Umgang mit medizinischen Situationen im Gelände. Dazu gehören akute Verletzungen ebenso wie schleichende Veränderungen des körperlichen Zustands.
Du arbeitest dabei in realitätsnahen Szenarien bei Tag und Nacht, in denen Entscheidungen, Kommunikation und Übersicht entscheidend werden. Dabei geht es auch darum, Verantwortung zu übernehmen – für Dich selbst und für andere.
Auch Themen wie Hygiene, Versorgung im Gelände, einfache Transportmöglichkeiten sowie grundlegendes Notfall- und Krisenmanagement sind Teil der praktischen Arbeit.
Schwerpunkte der Praxis:
- Realitätsnahe Notfall-Szenarien bei Tag und Nacht
- Medizinische Sofortmaßnahmen im Gelände
- Wundversorgung und thermische Notfälle
- Führung, Kommunikation und Entscheidungen im Ernstfall
- Handlungsfähigkeit und Ruhe unter Druck bewahren
Modul 3: Sprache, Wahrnehmung und innere Ausrichtung
Der Blick richtet sich in diesem Modul stärker nach innen – auf Deine Wahrnehmung, Deine innere Struktur und die Art, wie Du mit Dir selbst und anderen in Beziehung stehst.
Sprache spielt dabei eine zentrale Rolle. Du erforschst, wie Worte wirken: wie sie Verbindung schaffen können – und wie sie zugleich trennen oder verzerren. Daraus entwickelt sich ein bewussterer, klarerer und verantwortungsvollerer Umgang mit Kommunikation im Alltag und in der Gemeinschaft.
Darauf aufbauend beginnt ein Prozess der inneren Klärung. Du setzt Dich mit übernommenen Rollen, Mustern und Überzeugungen auseinander, die Dein Denken und Handeln prägen. Dieser Prozess lädt Dich ein, diese Strukturen bewusster zu erkennen und Schritt für Schritt loszulassen, wo sie nicht mehr tragen.
Im Zentrum steht die unmittelbare Selbsterfahrung. Du erforschst grundlegende Fragen: Wie entsteht innere Reaktion? Was sind Gedanken, was sind Gefühle – und wie wirken sie zusammen? Wie bist Du als Mensch in größere Zusammenhänge eingebettet?
Naturbeobachtung unterstützt diesen Prozess. Muster aus dem Verhalten von Tieren, aus Zyklen und Dynamiken der Landschaft werden zum Spiegel für innere Vorgänge und Zusammenhänge.
Das Ziel ist keine theoretische Einsicht, sondern ein direkterer Kontakt zu Dir selbst – klarer, wacher und präsenter im eigenen Erleben.
Schwerpunkte der Praxis:
- Bewusster Umgang mit Sprache und Kommunikation
- Friedensstifter-Prinzipien und Konfliktklärung
- Arbeit mit inneren Mustern und Persönlichkeitsschichten
- Intuition, Resonanz und Truthspeaking
- Naturbeobachtung und Selbstregulation
Modul 4: Winter und Träume
Mit dem Winter verändert sich die Qualität der Wahrnehmung. Die Natur wird stiller, langsamer und klarer. Diese Zeit lädt dazu ein, den Blick nach innen zu richten und den leiseren Ebenen des eigenen Erlebens mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Die innere Prozessarbeit aus dem vorherigen Modul wird dabei weiter vertieft. Themen wie Wahrnehmung, innere Muster und bewusste Selbsterfahrung begleiten Dich nun in einer Jahreszeit, die Sammlung, Rückzug und Klarheit unterstützt.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Traumwelt und ihrer Bedeutung für innere Prozesse. Du setzt Dich mit unterschiedlichen Traumqualitäten auseinander und erforschst, wie Träume als Spiegel innerer Bewegungen wirken können. Der Austausch in der Gemeinschaft unterstützt dabei, Wahrnehmung und Verständnis zu vertiefen.
Durch Atemarbeit, Naturverbindung und Prozessbegleitung näherst Du Dich tieferliegenden Schichten Deiner Wahrnehmung und den Mustern, die Dein Denken, Fühlen und Handeln prägen.
Auch das Naturmentoring wird weiter ausgebaut. Die natürliche Ordnung der Jahreszeiten, Zyklen und Übergänge dient dabei als Orientierung für Prozessgestaltung und Begleitung.
Der Winter wird so zu einer Zeit der Sammlung, der Klarheit und der Begegnung mit dem, was unter der Oberfläche sichtbar werden möchte.
Schwerpunkte der Praxis:
- Wachzeit und Traumzeit als Spiegel innerer Prozesse
- Die Kraft der Gegenwart und bewusste Wahrnehmung
- Prozessbegleitung und natürliche Ordnung
- Atemreise, Selbsterfahrung und Gefühlsarbeit
- Kälteerfahrung und bewusste Begegnung mit dem Winter
Modul 5: Fährtenlesen und Intuition

Das Fährtenlesen aus dem ersten Ausbildungsjahr wird in diesem Modul deutlich erweitert und vertieft. Dabei geht es nicht nur darum, einzelne Spuren sicherer zu erkennen, sondern Zusammenhänge wahrzunehmen und die Landschaft als lebendigen Ausdruck von Bewegung, Verhalten und Beziehung lesen zu lernen.
Über lange Zeiträume hinweg war diese Art der Wahrnehmung ein selbstverständlicher Teil menschlichen Lebens. Menschen bewegten sich aufmerksam durch ihre Umgebung und standen in enger Verbindung mit den Zeichen der Natur – mit Tieren, Pflanzen, Wetter, Geräuschen und Bewegungen.
An diese Form der Wahrnehmung knüpft dieses Modul an. Du schulst Deinen Blick für Details, Muster und Veränderungen und lernst, Spuren in einen größeren Zusammenhang einzuordnen.
Dabei spielt auch die intuitive Ebene eine wichtige Rolle. Fährtenlesen geschieht nicht allein über Analyse, sondern ebenso über Aufmerksamkeit, Präsenz und das Zusammenspiel von Erfahrung und innerer Wahrnehmung.
Die Landschaft wird so zunehmend zu einem Raum, der gelesen werden kann – still, vielschichtig und voller Hinweise auf das Leben, das sich in ihr bewegt.
Schwerpunkte der Praxis:
- Fußmorphologie von Kleinsäugern und Vögeln
- Gangarten und Bewegungsmuster lesen
- Trailing – das Aufnehmen und Verfolgen von Fährten
- Losungen, Fraßspuren und Zeichen der Landschaft
- Wahrnehmungstraining, intuitives Spurenlesen und Inner Tracking
Modul 6: Bogenbau und Heilige Jagd
Der Bau eines eigenen Bogens verbindet handwerkliche Arbeit mit Ruhe, Konzentration und innerer Ausrichtung.
Schritt für Schritt arbeitest Du mit dem Holz, lernst Materialeigenschaften kennen und entwickelst aus einem einfachen Rohling einen funktionalen Bogen mit passenden Pfeilen. Dabei sind Geduld, Aufmerksamkeit und handwerkliche Präzision ebenso gefragt wie die Bereitschaft, sich auf einen längeren Prozess einzulassen.
Während die Hände arbeiten, entsteht Raum für Klarheit und Fokus. Der Bogenbau wird dadurch mehr als reine Technik – er wird zu einer Auseinandersetzung mit Ausrichtung, Präsenz und der Frage, worauf Du Deine Kraft im Leben richten möchtest.
Eng damit verbunden steht die Beschäftigung mit der Heiligen Jagd. Du setzt Dich mit dem Verhältnis früherer Kulturen zu Jagd, Nahrung, Tod und Verantwortung innerhalb natürlicher Kreisläufe auseinander.
Im gemeinsamen Austausch entsteht Raum für Fragen nach Ethik, Maß und dem respektvollen Umgang mit allem Lebendigen. Dabei geht es nicht um Romantisierung, sondern um ein tieferes Verständnis dafür, wie eng Leben, Tod und Versorgung miteinander verbunden sind.
Natur wird hier als Beziehungsraum erfahrbar – ein Raum, in dem Geben und Nehmen Teil derselben Ordnung sind.
Schwerpunkte der Praxis:
- Bau eines eigenen Bogens und passender Pfeile
- Naturhandwerk im rituellen Kontext
- Leben, Tod und Verantwortung im natürlichen Kreislauf
- Das Lebensnetz und ökologische Zusammenhänge
- Tierische Nahrung, Wildnisküche und das Prinzip von Geben und Nehmen
Modul 7: Gerben - Verarbeite Häute zu Leder
Die Verarbeitung von Tierhäuten zu Leder gehört zu den ältesten Handwerksformen der Menschheit. Über viele Generationen hinweg war dieses Wissen eng mit Versorgung, Kleidung und dem Leben in der Natur verbunden.
In diesem Abschnitt lernst Du, wie aus einer frischen Haut Schritt für Schritt haltbares und nutzbares Leder entsteht. Dabei arbeitest Du mit traditionellen Methoden und natürlichen Materialien und begleitest den gesamten Prozess von der Decke bis zum fertigen Leder.
Die praktische Arbeit fordert Geduld, Sorgfalt und ein gutes Gespür für Material und Prozess. Gleichzeitig entsteht ein direkter Bezug zu den Ressourcen, die genutzt werden, und zu der Frage, wie achtsame Verarbeitung und ganzheitliche Nutzung aussehen können.
Leder wird dabei nicht nur als Material verstanden, sondern als Ausdruck eines bewussteren Umgangs mit Natur, Handwerk und Wertigkeit.
Am Ende hältst Du ein selbst gegerbtes Stück Leder in den Händen – entstanden durch Deine eigene Arbeit, Aufmerksamkeit und Ausdauer.
Schwerpunkte der Praxis:
- Rohhaut und ihre vielseitige Verwendung
- Konservierung und Vorbereitung der Haut
- Lederherstellung mit Hirn- und Rauchgerbung
- Räuchern und natürliche Konservierung
- Herstellung von Schnüren und Materialien aus Rohhaut
Modul 8: Die Philosophie der Erde
Lerne in diesem Modul die geistigen Werkzeuge für das Leben in der Wildnis anzuwenden und diese gezielt einzusetzen. Es braucht keine Worte.
Schwerpunkte der Praxis:
- Kraft der Dynamischen Meditation
- Metamorphose und Quellen von Kraft
- Erdung und Verwurzelung
- Inner Vision
- Empowering
- Sacred Silence
Modul 9: Vision Quest

Die Visionssuche gehört zu den ältesten Übergangsritualen vieler Kulturen. Menschen zogen sich allein in die Natur zurück, fasteten und suchten bewusst die Stille, um Klarheit über ihren Lebensweg, ihre Aufgabe und ihre innere Ausrichtung zu gewinnen.
Auch heute entstehen im Leben oft Momente des Übergangs: Zeiten, in denen bisherige Strukturen zu eng werden und die Frage auftaucht, was wirklich wesentlich ist.
Dieses Modul eröffnet einen geschützten Raum, um diesen Fragen zu begegnen. Fern vom gewohnten Alltag entsteht Zeit für Rückzug, Wahrnehmung und innere Klärung.
Die Natur wird dabei zum Spiegel und Begleiter zugleich. Alleinsein bedeutet nicht Einsamkeit und bekommt eine neue Qualität. Sie kann helfen, den eigenen Gedanken, Sehnsüchten und inneren Bildern bewusster zu begegnen.
Rituale, Gemeinschaft und Zeiten des Rückzugs unterstützen Dich darin, Deine eigene Ausrichtung klarer wahrzunehmen und neue Handlungsmöglichkeiten entstehen zu lassen.
Im Mittelpunkt steht nicht das Finden schneller Antworten, sondern die Erfahrung, Dir selbst unmittelbarer zu begegnen.
Schwerpunkte der Praxis:
- Rituale, Zeremonien und Zeiten des Übergangs
- Visionssuche, Rückzug und bewusste Stille
- Begegnung mit dem eigenen inneren Weg
- Innere Ausrichtung und persönliche Vision
- Gemeinschaft, selbstloses Handeln und Potenzialentfaltung
Modul 10: Resilienz - Finde inneren Frieden

Herausfordernde Situationen gehören zum Leben in der Natur ebenso wie zum Alltag. Entscheidend ist dabei nicht nur, was geschieht, sondern wie Du innerlich damit umgehst.
In diesem Abschnitt richtest Du den Blick auf Stabilität, Präsenz und die Fähigkeit, auch unter Druck mit Dir verbunden zu bleiben. Du lernst, intensive Situationen bewusster wahrzunehmen, ohne Dich von ihnen mitreißen zu lassen.
Dabei geht es nicht um Härte oder Kontrolle, sondern um eine Form von innerer Ruhe, die auch dann bestehen bleibt, wenn äußere Umstände herausfordernd werden.
Durch praktische Erfahrungen und gezielte Übungen erforschst Du, wie Gelassenheit, Ausdauer und mentale Widerstandskraft entstehen können. Gleichzeitig vertieft sich der Zugang zu Deiner Intuition und Deiner Fähigkeit, klar und präsent zu handeln.
Diese Erfahrungen bilden eine wichtige Grundlage für die Begleitung anderer Menschen. Wer selbst gelernt hat, in schwierigen Momenten zentriert zu bleiben, kann auch für andere einen stabilen und sicheren Raum schaffen.
Die Natur wird dabei erneut zum Übungsfeld – ehrlich, unmittelbar und frei von Ablenkung.
Schwerpunkte der Praxis:
- Umgang mit Herausforderungen und Belastung
- Ruhe und Gelassenheit in intensiven Situationen
- Resilienztraining und mentale Stabilität
- Song of Mosquito
- Kraft der Gegenwart und bewusste Präsenz
- Umgang mit Grenzerfahrungen und Überschreitungen
Modul 11: Full-Survival-Camp – Leben mit der Natur

Dieses zehntägige Abschlussmodul führt viele Erfahrungen und Fähigkeiten der vergangenen zwei Jahre zusammen.
Im Mittelpunkt steht das unmittelbare Leben in der Natur, ohne die gewohnten Hilfsmittel der Zivilisation. Kein Messer, keine Schnur, keine Ausrüstung. Du erfährst, wie es ist, Dich mit dem zu versorgen und zu orientieren, was die Natur selbst zur Verfügung stellt.
Dabei entsteht ein tieferes Verständnis für Selbstwirksamkeit, Aufmerksamkeit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Viele der erlernten Fertigkeiten greifen nun ineinander und werden unter einfachen, unmittelbaren Bedingungen praktisch angewendet.
Das Leben im Camp folgt stärker den natürlichen Rhythmen von Wetter, Tageslicht, Nahrung und Gemeinschaft. Ablenkungen treten in den Hintergrund, während Wahrnehmung, Präsenz und Verbundenheit deutlicher spürbar werden.
Gleichzeitig markiert dieses Modul einen Übergang. Die gemeinsame Reise der Ausbildung findet hier ihren Abschluss und öffnet den Raum, das Gelernte in den eigenen Alltag und in die Begleitung anderer Menschen mitzunehmen.
Nicht Perfektion steht im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, mit Einfachheit, Klarheit und Vertrauen in Beziehung zur Natur zu leben.
Schwerpunkte der Praxis:
- Full-Survival und Leben in der Wildnis ohne Hilfsmittel
- Feuermachen ohne Werkzeug und mit Naturschnur
- Natürliche Nahrung und Versorgung aus der Umgebung
- Solozeit und Selbstbegegnung
- Grundlagen der Wetterkunde
- Essential Awareness und vertiefte Wahrnehmung
Weiterbildung Wildnispädagogik II
Das Team Deiner Wildnisreise
Weiterbildung Wildnispädagogik II
Alle Infos auf einem Blick
Termine Start 2025:
AUSGEBUCHT
- Modul 8: 18.06.-21.06.26 (4 Tage), Oderberg (Schorfheide-Chorin)
- Modul 9: 30.08.-05.09.26 (7 Tage), Polen
- Modul 10: 05.11.-08.11.26 (4 Tage), Eberswalde
- Modul 11: 04.03. -07.03.27 (4 Tage), Eberswalde
Termine Start 2027
Alle Module beginnen am 1. Tag um 18 Uhr mit einem gemeinsamen Abendessen und enden am letzten Tag um 15 Uhr.
- Infotreffen Präsenz: 18.10.26 von 13 -15 Uhr, Wildnisplatz Eberswalde HIER ZUR ANMELDUNG!
- Infotreffen online: 07.10.26 und 09.12.26 um 20 Uhr - HIER ZUR ANMELDUNG!
- Modul 1: 02.09. - 05.09.2027 (4 Tage), Eberswalde
- Modul 2: Oktober 2027 (4 Tage), Eberswalde
- Modul 3: November 2027 (4 Tage), Eberswalde
- Modul 4: Februar 2028 (4 Tage), Eberswalde
- Modul 5: April 2028 (4 Tage), Oderberg
- Modul 6: Juni 2028 (7 Tage), bei Hamburg
- Modul 7: September 2028 (4 Tage), bei Hamburg
- Modul 8: Dezember 2028 (4 Tage), Schloss Tonndorf
- Modul 9: April 2029 (7 Tage), Oderberg
- Modul 10: Juni 2029 (4 Tage), Eberswalde
- Modul 11: September 2029 (10 Tage), Polen
Ausrüstung:
Nach der Anmeldung erhaltet ihr die Unterlagen und Informationen zur Ausrüstung. Im weiteren Verlauf bekommt ihr jeweils drei Wochen vor den Modulen eine detaillierte Ausrüstungsliste und entsprechende Informationen.
Anmeldung:
Die Anmeldung erfolgt über das Anmeldeformular oder per E-Mail mit einem kurzen Motivationsschreiben und muss bis spätestens 4 Wochen vor Beginn der Ausbildung eingegangen sein. Die Aufnahme für die Weiterbildung erfolgt in der Reihenfolge der verbindlichen Anmeldungen, was die Anzahlung und Vertragsunterzeichnung beinhaltet.
Investition in deine Ausbildung:
Die Wildnispädagogik II ist eine zweijährige, erfahrungsorientierte Ausbildung mit 11 Modulen und insgesamt 56 Präsenztagen. Ergänzt wird sie durch Online-Begleitung und kontinuierliche Prozessunterstützung zwischen den Modulen.
Im Mittelpunkt steht eine langfristige Entwicklung – in Naturhandwerk, Wahrnehmung, innerer Arbeit und der Fähigkeit, Menschen in Verbindung mit der Natur zu begleiten.
Was in der Ausbildung enthalten ist
- 2 Jahre gemeinsamer Ausbildungsweg
- 11 Präsenzmodule (56 Tage in der Natur)
- begleitende Online-Formate zwischen den Modulen
- kontinuierliche Prozess- und Lernbegleitung
- Gemeinschafts- und Erfahrungslernen im Feld der Wildnispädagogik
Beitrag zur Weiterbildung:
Regulärer Beitrag:
5.500 €
Bei Anmeldung bis 31.01.2027:
5.200 €
Bezogen auf die 56 Präsenztage entspricht der Ausbildungsbeitrag weniger als 100 € pro gemeinschaftlichem Ausbildungstag — ergänzt durch Online-Begleitung, Praxisaufgaben und individuelle Prozessbegleitung zwischen den Modulen.
Zahlungsmöglichkeiten:
Einmalzahlung
5.500 €
oder Ratenzahlung
12 Monate
- 1.500 € Anzahlung
- 12 × 334 €
24 Monate
- 2.000 € Anzahlung
- 24 × 146 €
Zusätzliche Kosten pro Modul:
90 € pro Person für Verpflegung, Logistik und Übernachtung
(gesamt: 990 € über die gesamte Ausbildung)
Die Ausbildungsinhalte sind unabhängig von der gewählten Zahlungsweise identisch. Wenn Du Fragen zur Finanzierung hast, sprich uns gern an.
Förderungsmöglichkeiten:
Je nach Wohnort und beruflicher Situation kann die Weiterbildung über verschiedene Programme gefördert werden.
Beschäftigte mit Erstwohnsitz im Land Brandenburg, Unternehmen, Freiberuflerinnen und Freiberufler, Einzelunternehmerinnen und Einzelunternehmer sowie rechtsfähige Vereine mit Sitz oder Außenstelle in Brandenburg können Zuschüsse von bis zu 50–60 % der Weiterbildungskosten beantragen.
Weitere Informationen zur „Weiterbildungsrichtlinie 2022“ sowie die Möglichkeit zur Antragstellung findest Du direkt bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB).
https://www.ilb.de/de/arbeit/uebersicht-der-foerderprogramme/weiterbildungsrichtlinie-2022/
https://www.foerderdatenbank.de/FDB/DE/Home/home.html
Bildungsurlaub:
Die Weiterbildung Wildnispädagogik II ist in Berlin und Brandenburg als berufliche Fortbildungsmaßnahme anerkannt.
Wenn Bildungsurlaub für Dich relevant ist, vermerke dies bitte bei der Anmeldung oder kontaktiere uns direkt.
Orte:
Die Module der Wildnispädagogik II finden an verschiedenen Orten in Deutschland sowie in Polen statt.
Das Infotreffen und ein Großteil der Module werden auf unserem Wildnisplatz in Eberswalde durchgeführt.
Weitere Standorte:
- Oderberg (Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin)
- Hoisbüttel (nahe Hamburg)
- Schloss Tonndorf (bei Erfurt)
- Niederschlesien (Polen)
Vor jedem Modul erhaltet ihr eine ausführliche Infomail mit Anfahrtsbeschreibung sowie allen wichtigen Informationen.
Verpflegung:
Wir versorgen Euch mit regionaler und biologischer Vollwertkost.
Gemeinsam bereiten wir unsere Mahlzeiten am Feuer zu und orientieren uns dabei an den natürlichen Gegebenheiten sowie den jeweiligen Modulinhalten.
Für Vegetarier und Veganer ist jederzeit ausreichend gesorgt.
Übernachtung:
Die Übernachtung erfolgt direkt auf den Kursgeländen — in der Hängematte, unter dem Tarp oder in einfachen Wildnisunterkünften.
Teilnehmerzahl:
Mindestens 10, maximal 16 Personen.
Teilnahmevoraussetzung
Die Wildnispädagogik II baut inhaltlich auf den Erfahrungen und Grundlagen der Wildnispädagogik I auf. Eine abgeschlossene Wildnispädagogik I ist daher Voraussetzung für die Teilnahme. Viele Teilnehmende haben die Wildnispädagogik I bereits bei uns absolviert und kennen die Arbeitsweise, Gemeinschaft und Ausrichtung der Ausbildung.
Gleichzeitig sind auch Menschen willkommen, die ihre Grundlagen in Wildnispädagogik oder vergleichbaren Ausbildungen an anderen Orten erworben haben.
Wenn Du unsicher bist, ob die Weiterbildung zu Deinem bisherigen Weg passt, sprich uns gern an.
Die Zielgruppe
Diese Weiterbildung richtet sich an Menschen, die bereits eine einjährige Ausbildung in Wildnispädagogik erfolgreich bei uns oder an einer anderen Wildnisschule abgeschlossen haben.
Wildnispädagogik II baut auf diesen Erfahrungen auf und vertieft den gemeinsamen Weg über einen Zeitraum von zwei weiteren Jahren.
Die Struktur
Die Weiterbildung umfasst 11 aufeinander aufbauende Module über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Acht Module finden als verlängerte Wochenendmodule von Donnerstag bis Sonntag statt. Drei weitere Module sind als intensive Wildniswochen angelegt.
Die Module beginnen jeweils am ersten Tag um 18:00 Uhr und enden am letzten Tag gegen 14:00 Uhr.
Zwischen den Präsenzzeiten begleiten Selbststudium, Praxisaufgaben und Online-Treffen den weiteren Lernprozess.
Online-Treffen
Zwischen den Modulen treffen wir uns regelmäßig online, um Erfahrungen auszutauschen, Fragen zu klären und den gemeinsamen Prozess weiterzuführen.
Zusätzlich steht der Gruppe ein gemeinsamer Raum zur Verfügung, um Gedanken, Erfahrungen, Bilder und Impulse miteinander zu teilen.
Persönliche Begleitung
Auf einer intensiven und langfristigen Reise wie dieser ist persönlicher Austausch wesentlich.
Deshalb begleiten wir Dich während der Weiterbildung auch individuell durch persönliche Gespräche und telefonische Prozessbegleitung — immer dann, wenn Unterstützung oder Orientierung gebraucht wird.
Praxisaufgaben zwischen den Modulen
Nach jedem Modul begleiten Dich praktische und theoretische Aufgaben in Deinem Alltag weiter.
Dazu gehören Reflexionen, Übungen, Vertiefungen einzelner Themen sowie die Vorbereitung auf kommende Module. Die Aufgaben helfen dabei, Erfahrungen zu integrieren und das Gelernte im eigenen Leben zu verankern.
Für diesen Teil der Weiterbildung solltest Du etwa einen halben Tag pro Woche einplanen.
Deine täglichen Übungen
Lernen endet nicht mit dem Abschluss eines Moduls.
Über tägliche Übungen und kleine Rituale entsteht mit der Zeit eine tiefere Verankerung von Wahrnehmung, Naturverbindung und innerer Ausrichtung im Alltag.
Dein Projekt
Im Verlauf der Weiterbildung planst und begleitest Du eigene Projekte mit Kindern oder Jugendlichen.
Dabei lernst Du, Naturmentoring, Coyote-Teaching und Prozessbegleitung praktisch umzusetzen und eigene Erfahrungen im Weitergeben zu sammeln.
Zum Projekt gehören Vorbereitung, Durchführung und Reflexion.
Zertifikat
Nach erfolgreicher Teilnahme an allen Modulen sowie der Durchführung der Projektarbeit und Dokumentation des Selbststudiums erhältst Du ein Zertifikat der Wildnisschule Schorfheide.
Dieses dokumentiert die vermittelten Inhalte und die gemeinsame Ausbildungszeit.







